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Bohland & Fuchs Altsaxophone

Neues aus dem alten Europa
 

Bohland & Fuchs ist ein alter traditionsreicher Name im Blasinstrumentenbau. Die Firma existierte von 1870 bis 1945 in Graslitz/Kraslice (Nordböhmen) und war eine der größten dort ansässigen Instrumentenfabriken. Sie war die erste (!) Instrumentenfabrik im damaligen (bis 1918) österreichisch-ungarischen Reich, die ihre Maschinen mit von Dampfmaschinen erzeugter Energie betrieb. Die Geschichte von Graslitz, eines der größten europäischen Zentren des Instrumentenbaus, war sehr wechselhaft. Nach 1918 gehörte Graslitz zur neu gegründeten Tschechoslowakei. 1938 wurde auf Drängen sowohl Hitlers als auch der im Sudetenland lebenden deutsch-stämmigen Bewohner das Sudetenland (und damit Graslitz) dem deutschen Reich zugesprochen (Münchener Abkommen: im Geschichtsunterricht aufgepasst?). 1945 wurde Kraslice wieder tschechoslowakisch, heute tschechisch. Bis 1945 hat die Musikinstrumenten-Industrie die politischen Wirren gut überstanden. Beispielsweise arbeiteten 1925 bei Bohland & Fuchs 500 Mitarbeiter, 1940, bereits während des Krieges, lag die Zahl der Arbeiter immer noch bei 500. Seit etwa 1940 wurden übrigens bei Bohland & Fuchs auch Saxophone gebaut; sie spielten aber neben den Blechblasinstrumenten eine völlig untergeordnete Rolle. Der eigentliche Knick in der Entwicklung erfolgte nach Ende des 2. Weltkriegs.

1945 wurde Bohland & Fuchs – wie alle in Besitz von deutsch-stämmigen Inhabern befindlichen Betriebe – enteignet und der Staatsverwaltung unterstellt. Die in Graslitz enteigneten Betriebe, neben Bohland & Fuchs auch J.Keilwerth, F.X.Hüller und V.F.Kohlert, wurden zu dem  staatlichen Firmenkombinat  Amati zusammengefasst. Schnee von gestern: Seit 1993 ist  Amati-Denak – so der heutige Name – ein privatwirtschaftlicher Betrieb. Für eine neue Saxophonreihe gehobener Qualität erinnerte man sich an die 1945 erworbenen Namensrechte und ließ den Namen Bohland & Fuchs wieder aufleben. 

Wir erhielten zum Test 3 außergewöhnliche Altsaxophone; ein Sax mit Messingkorpus und Kupfer-Schallbecher (Modell BFAS 63 MC, Ser.Nr. 355076), eines mit einem Korpus vollständig aus Neusilber (BFAS 83 P, Ser.Nr. 356016) und eines mit  Messingkorpus und Neusilberbecher (BFAS 63 MP, Ser.Nr. 355621). Merkwürdigerweise gibt es kein „normales“, einfarbiges Grundmodell in Messing.

Dazu erhielten wir 3 S-Bögen: einen in Neusilber, einen in Messing und einen in Goldmessing. Hiermit war es möglich, jede erdenkliche Material-Kombination im Vergleich auszuprobieren.
 

ERSCHEINUNGSBILD 

Die optische Erscheinung hebt sich wohltuend von den zahllosen Selmer-Klonen aus fernöstlicher Produktion ab. Weil nun das Geheimnis gelüftet ist, dass die Bohland & Fuchs Saxophone bei Amati gebaut werden, wird man bei dem Klappenwerk einige Parallellen zu älteren Amati-Saxophonen bemerken. Zum Beispiel bei der Oktavmechanik, die Gestaltung der „palm-Keys“ für hoch D-Es-F, den Spitzschrauben aus Blaustahl, und bei einem der drei Instrumente  bei den Schutzkörben für die Schallbecherklappen. Andererseits gibt es auch eine auffällige Parallelle zu Keilwerth Altsaxophonen: Der Schallbecherdurchmesser ist deutlich größer als bei den meisten anderen Altsaxophonen. Er misst 135 mm im Gegensatz zu 120 mm bei z.B. Selmer und Yamaha. Der ungewöhnlich große Schallbecher  erinnert stark an das Schallbecher-Design von Keilwerth. Woher kommt diese Parallelle? Hierzu müssen wir wieder etwas ausholen: Nachdem die Firma J.Keilwerth  nach dem Krieg wegen ihres Rechts am Modellnamen „Toneking“ gegen Amati mehr als 10 Jahre lang (letztlich erfolgreich) prozessierte,  vertrug man sich spätestens seit den 80er Jahren wieder gut. Später entstanden die Schülermodelle (ST 90) von Keilwerth in enger Zusammenarbeit mit Amati: Sie wurden ganz (?) oder zumindest teilweise bei Amati gebaut. Spätestens seit diesen Jahren ist Amati mit den Keilwerth Mensuren bestens vertraut.

 
AUSSTATTUNG 

Sämtliche Instrumente fallen durch ihre mehrfarbige Optik auf. Der rote Kupfer-Schallbecher, der silberfarbene Neusilberbecher bzw. das Neusilber–Rohr steht im Gegensatz zur messingfarbenen Klappen-Mechanik der Instrumente.  Alle Instrumente sind klarlackiert.

Die Achsböckchen sind – im Gegensatz zu vielen anderen Fabrikaten – nicht in Gruppen auf Schienen vormontiert, sondern einzeln auf die Schallröhre aufgelötet.
 Das Kniestück verfügt über die übliche Schraubverbindung, damit Schallbecher und Knie für größere Reparaturen abgenommen werden können.

Für die Justierung der Klappenkoppelung besitzt das Instrument die üblichen 5 Einstell-Schrauben: F-B-Gis-Koppelung, gegliederte Gis-Klappe,  tief-Cis-Sperre, vorderer Hoch-F-Hebel. Darüberhinaus gibt es drei weitere Schrauben, die sich hinter dem großzügig bemessenen Klappenschutz befinden.  Mit ihnen kann der Klappenaufgang (nicht: die Klappenkoppelung wie bei Yamaha!) der Klappen für die rechte Hand (F-E-D) eingestellt werden kann. Bei unseren 3 Saxophonen schweben die Schraub-Füßchen allerdings noch funktionslos in der Luft und warten auf einen Schrauber. Das Instrument mit dem Kupfer-Schallbecher hat noch Schutzkörbe im alten Amati-Stil, die beiden anderen haben key-guards im international üblichen Selmer-Design. Die Anschläge sind mit dem Schraubenzieher verstellbar.

 Für die Klappenanschläge und Koppelungen verwendet man ausschließlich Naturkork bzw. Filz, Presskork oder Kunststoffe kommen nicht zum Einsatz. Auch der S-Bogen-Kork ist Naturkork. Dafür sind die üblichen 9 Finger-Einsätze nicht aus echtem Perlmutt, sondern aus Kunststoff, allerdings in gelungener Perlmutt-Optik.
Auch die Kleinfinger-Klappen entsprechen gehobenem technischen Standard: B-Wippe für den linken kleinen Finger, C- und Es-Klappe sind (erfreulicherweise) auf einer gemeinsamen Achse angeordnet.
Das gemeinsame  Befestigungselement für Hals und Marschgabel entspricht dem Selmer-Vorbild.
Sämtliche Federn und Schrauben sind aus Blaustahl, die Daumenauflage (links) ist aus schwarzem Kunststoff, der sehr großzügig dimensionierte Daumenhaken (rechts) ist aus Metall und verstellbar.
Die Polster sind nur zum Teil mit Reflektoren ausgestattet: die gesamte Beklappung der linken Hand ist ohne Reflektoren: die größeren Polster haben Nieten, die kleineren sind ganz ohne Nieten. Die üblichen Metallreflektor-Polster befinden sich nur auf den größerern Klappen von G an abwärts. Die Polster sind offensichtlich mit einer Imprägnierung versehen: sie geben beim Öffnen leise Schmatz-Geräusche von sich.

Alle drei Instrumente unterscheiden sich in der Gravur: Bei zwei Instrumenten sind neben der geschmackvollen Schallbecher-Gravur auch drei der Schallbecher-Klappen mit einer hübschen Gravur versehen. Weiter ist bei den beiden 63er Modellen Instrumenten  an der Vorderseite des Knies der Namenszug „Bohland & Fuchs“ eingraviert. Oberhalb der Tief-B-Klappe tragen alle Instrumente eine Neuauflage des historischen Firmen-Logos: Einen oval umrahmten Anker zwischen den Buchstaben „B“ und „F“. 

Das Neusilberinstrument mit der höheren Modell-Nummer 83 verfügt bei drei der Schallbecher-Klappen (C, H, B) über doppelte Klappenarme. Dies haben wir zunächst bei der tiefen C-Klappe des King Super 20 (60er und 70er Jahre) gesehen, 1991 übernahm dies der japanische Hersteller Yanagisawa für alle drei Klappen bei seinem neuen Baritonsax. Seit etwa zwei Jahren gibt es eine fast inflationäre Verwendung dieses Baumerkmals bei vielen chinesischen Saxophonen. Egal, es hilft, die besonders gefährdeten großen Deckel und langen Klappenarme der tiefen Klappen vor unabsichtlichem Verbiegen zu schützen.
 

VERARBEITUNG 

Hinsichtlich der Verarbeitung hinterließen alle 3 Saxophone einen durchaus guten Eindruck. Alle Lötstellen  sind makellos, ebenso die Lackierung; Klappenspiel, und toten Gang gibt es bei keinem der Instrumente. Der Kupfer-Schallbecher eines der Saxophone zeigt auf der Vorderseite eine silberfarbene Lötnaht, die sich auffällig von der roten Kupferfarbe unterscheidet. Dies ist kein Qualitätsmangel: Es gibt noch kein kupferfarbenes Lot, mit dem sich Kupferrohre hartlöten lassen: Für Kupfer muss ein Silberlot verwendet werden, das sich farblich sichtbar unterscheidet.

Allerdings gab es beim Test mit einem S-Bogen ein kleines Problem bei der Steckverbindungen: Der Goldmessing-Bogen ließ sich leider bei keinem Saxophon sicher fixieren:  Die Verbindung war etwas zu locker. Dies müßte von einem  Fachhändler nachgestellt werden, sollte so etwas bei anderen Bögen auch vorkommen. Außerdem war  der Halskork bei zwei der drei Bögen recht knapp bemessen: Das Meyer (Kautschuk) passte zwar gut, das Selmer Soloist blieb an der richtigen Stelle hängen, aber das Yamaha 4C, mein neues RPC und vor allem ältere Zinner-Mundstücke flutschten sofort über den ganzen Kork weg. Auch hier müsste der Fachhändler bei der Anpassung helfen.  Lediglich der Kork des Messingbogens war für sämtliche gängige Mundstücke dick genug.

Zum Aufspüren von Deckungsfehlern wurde eine Prüflampe in dem Saxophonrohren versenkt. Keine Deckungsfehler, soweit wurde tadellose Arbeit geleistet. Aber die Prüflampe offenbarte, daß einige Klappen im Bereich der linken Hand nicht mittig über den Tonlöchern angeordnet waren. Dies sind Nachlässigkeiten bei der Herstellung, die selbst bei den meisten chinesischen Billigsaxophonen nicht vorkommen. Gottlob decken die Polster trotzdem gut; Probleme kann es aber geben, wenn bei der nächsten Generalüberholung Polster mir Reflektoren verwendet werden sollen, diese aber bei einigen Klappen nicht verwendet werden können, da sie seitlich an die Tonlochränder anstoßen würden. Diese Überlegung führt zu einem Verdacht: Wurden Polster ohne Reflektoren verwendet, damit sich dieselben Probleme nicht bereits bei der Werks-Bepolsterung ergeben? Es ist verwunderlich, daß sich ein so erfahrener Hersteller solch eine Blöße gibt.
 

SPIELTEST 

Zum Test wurde zunächst eine Klassik-Kombination verwendet: Yamaha 4C Mundstück und 3er Vandoren Blatt. Der Test wurde mit einer halb-konservativen  Kombination für Jazz und Jazzverwandtes wiederholt: Meyer (Kautschuk) 7MM mit 2 1/2er Rico Blatt.

Zum Test wurde das Instrument mit dem Kupfer-Becher mit dem Goldmessing-Bogen bestückt, das Neusilberrohr-Instrument erhielt den Neusilber-Bogen, und der Messing-Bogen gesellte sich zum Messingrohr mit Neusilber-Becher.
 

Fingerfreundlichkeit

In  dieser Disziplin können die Bohland & Fuchs Saxophone leider keine Bestnoten erreichen. Im großen ganzen ist die Klappenlage eigentlich richtig gut, der Federwiderstand ausgeglichen und bequem. Der Vermutstropfen: Die Drücker der linken Hand sind relativ eng angeordnet. In einigen Fällen zu eng, scheint uns: Der Zeigefinger erwischt leicht den vorderen Hoch-F-Drücker mit, der Mittelfinger nimmt beim A schon mal die G-Klappe mit, der Ringfinger stößt an die Gis-Klappe, und das Gis erreicht der kleine Finger kaum, ohne an den Cis-Drücker zu stoßen. Die enge Klappenanordnung zwingt der linken Hand eine Haltung auf, in der die Finger schräg von oben kommen. Das ist man von gängigen Instrumenten nicht gewohnt, und es ist genau das, was der Saxophonlehrer seinen Schülern immer abzugewöhnen versucht. Wer die Hand so hält, hat außerdem unnötige Schwierigkeiten, mit dem kleinen Finger das tiefe B  zu erreichen. Da war die Selmer Mk 6-Mechanik (ähnlich: die aktuelle Yamaha Kleinfinger-Mechanik) doch unübertroffen.
 

Ansprache und Klang

Der Blaswiderstand liegt für alle drei Altos im mittleren Bereich. Die Ansprache ist erfreulicherweise leichter, als von früheren Modellen desselben Herstellers gewohnt. Man fühlt sich mit den Ansprache-Eigenschaften der 3 Saxophone sofort vertraut. Am meisten Blaswiderstand spürte man bei dem Neusilber-Instrument, am leichtesten ging das Instrument mit den Kupfer-Komponenten los. 

Die 3 Bohland & Fuchs-Saxophone haben einen untereinander leicht unterschiedlichen, jedoch ähnlichen, eigenständigen und sympathischen Klang. Sie sind nicht übermäßig laut, sie klingen  schlank und glanzvoll. Am meisten strahlte das Neusilber-Instrument; das Messing/Kupfer-Instrument kam in der tiefen Lage auch satt, machte bei den höchsten Tönen aber ein wenig zu. Die beste Kombination aus Leichtigkeit der Ansprache und ausgewogenem sound hatte nach unserem Eindruck das BFAS 63 MP Sax mit Messing-Bogen und Neusilber-Schallbecher. Aber von allen drei neuen und eigenständigen Stimmen in der Saxophonlandschaft waren wir recht angetan. Wem der Klang der Selmer Mk6 Altos gefällt und nicht zu leise ist, der wird am sound der B&F Saxophone sicher auch Gefallen finden.

 
Intonation

Die Grundstimmung der Bohland & Fuchs Saxophone ist laut Hersteller auf A=440 Hz eingerichtet. Das Stimmgerät wurde daher zunächst auf A=440 Hz eingestellt.

Große Intonationsprobleme gab es keine. Im unteren Register ist die Intonation ausgeglichen, der bei Oktavklappen-Tönen war der übliche Trend nach oben auszumachen. Aufpassen musste man bei den besonders hohen Tönen zwischen D2 und E2, der Rest entspricht in etwa dem Gewohnten. Das auf manchen Saxophonen kritisch hohe A 2 (tiefster Ton mit geöffneter S-Bogen-Klappe) musste zu unserer Freude nicht nennenswert korrigiert werden. Die ganz hohen Töne tendieren – wie meistens – wieder stärker nach oben. Auch in dieser Hinsicht: Wer mit der Intonation z.B. der Selmer Mk6 Altos zufrieden ist, wird es mit Bohland & Fuchs auch sein. Dass es auch besser geht, zeigt ein Vergleich mit Yamaha Altos, egal ob mit dem 25er Schülersax oder dem 62er.

Die Intonationsprüfung wurde bei A=443 Hz wiederholt. Die hohe Stimmung gefällt den Bohland & Fuchs - Saxophonen nicht so gut: der Normalbereich ist noch beherrschbar, aber vor allem die höchsten Töne mit kurzer Luftsäule fallen noch höher aus als in tiefer Stimmung.
 

ZUBEHÖR 

B&F Saxophone werden grundsätzlich ohne Mundstück verkauft. Dies ist akzeptabel, da in den seltensten Fällen auf den Zubehörmundstücken auch geblasen wird. Die meisten Saxophonisten (oder Saxophonlehrer) haben da eigene Vorstellungen.

Das Zubehör umfasst einen Durchzieh-Wischer und dasselbe eher notdürftiges dünne Trageband mit offenem Metallhaken, das seit Jahren Standard-Zubehör der Amati-Saxophone ist.

Das Beurteilung des Etui ist eine Glaubensangelegenheit. Die B & F-Saxophone kommen in gut gefütterten Cordura-Gig-Bags der Marke „soundwear“ mit aufgesticktem „Bohland & Fuchs“-Label. Die Gig-Bags sind sehr angenehm zu tragen: Sie sind sehr leicht; neben zwei Tragegriffen (über dem Schallbecher und am oberen Ende) haben sie eine Rucksackgarnitur. An besonders beanspruchten Stellen sind Kunststoffplatten aufgesetzt. Es gibt eine Zubehör-Außentasche, einen Textilbeutel für den S-Bogen und ein weiteres kleines Etui für das Mundstück (in das normale Mundstücke aber nur mit Mühe hineinpassen) , die Zipper und Verschlüsse sind eher aufwendig und edel. Was will man dann noch mehr?

Jede Werkstatt wird bestätigen, daß es bei der Verwendung von Gig-Bags immer wieder zu Unfällen mit mehr oder weniger bösen Blechschäden kommt. Das Saxophon ist in jedem Gig-Bag ohne feste Außen-Haut, egal wie gut gefüttert,  immer in größerer Gefahr, als es den Anschein hat. Wer sehr vorsichtig ist, wer sicher ist, dass er den Bag nie fallen lässt oder hart aufsetzt, wer ihn nie mit anderen schweren Objekten (z.B. Gitarrenverstärker) zusammen in den Kofferraum eines Autos packt, der mag gut damit zurechtkommen. Ansonsten empfehle ich immer ein Etui mit einer festen Außen-Haut. 

 

Resummee

Die neue Reihe von Bohland & Fuchs sind optisch jedes für sich attraktiv und interessant, klanglich bieten sie interessante neue Farben bei durchschnittlichen Intonationseigenschaften. Sound-Feinschmecker mit nicht zu großen Händen sollten sich die Bohland & Fuchs Altsaxophone dringend anschauen; Musiker auf der Suche nach dem lautesten „Brüller“ auf dem Saxophonmarkt werden enttäuscht sein.
 

Produktübersicht und Preise

Hersteller: Amati-Denak, Kraslice, Tschechische Republik
 

Modell  BFAS 63 MP

Technische Daten: Messingkorpus mit Neusilber-Schallbecher, S-Bogen Messing, klarlackiert, Schallbecher abnehmbar, 3 zusätzliche Einstellschrauben, Schallbecher:135mm
 

Modell  BFAS 63 MC

Technische Daten: Messingkorpus mit Kupfer-Schallbecher, S-Bogen Goldmessing, sonst wie oben
 

Modell  BFAS 83 P

Technische Daten: Korpus vollständig aus Neusilber, S-Bogen Neusilber, C-, H- und B-Klappe mit doppelten Armen, sonst wie oben 


Preise: (UVP Stand 1.4.2004)

BFAS 63 MP:  1.557,-€

BFAS 63 MC:  1.550,-€

BFAS 83 P:     1.828,-€

Jedes Instrument kann wahlweise (oder zusätzlich) gegen Aufpreis / Preisabschlag mit einem S-Bogen der anderen Modelle erworben werden.  Ausprobieren lohnt sich! 

 

Plus und Minus

+ ansprechende mehrfarbige Optik

+ passable Intonation

+ interessanter und eigenständiger sound
 

-     Steckverbindung des S-Bogens in einem Fall lose

-          mehrere Drücker der linken Hand sind zu nahe nebeneinander angeordnet

-          zu dünner Halskork bei 2 von 3 S-Bögen

-          Klappendeckel in mehreren Fällen nicht mittig über den Tonlöchern

 

Bildunterschriften:

Dsc01135: Die Drücker der linken Hand liegen sehr eng beieinander

Dsc01138: Interessantes Detail: Die Y-förmige Stütze der hoch-E- und Hoch-Fis-Klappe

Dsc01142: (ohne)

                                   Klaus Dapper


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Erstveröffentlichung in  sonic - wood & brass


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