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Jody Espina

  

„JodyJazz“ Mundstücke aus New York

Ein neuer Stern am Mundstück-Himmel


Der amerikanische Saxophonist Jody Espina ist ein viel beschäftigter Studiomusiker in der New Yorker Szene. Er hatte sich schon eine ganze Weile mit Bearbeitung und Bau von Mundstücken für Saxophon und Klarinette beschäftigt; viel Hilfe erfuhr er hierbei durch den späten Santy Runyon. Im Jahr 2000 begann er mit der Produktion seiner ersten Mundstückreihe „Jody Jazz Classic line“. Von Santy Runyon übernahm er die (patentierte) Idee mit dem herausnehmbaren „Spoiler“: einem die Kammer verkleinernden Kunststoffkeil, aus dem eine Metall-Membran ragt, welche im Mundstück wie ein zweites schwingendes Blatt wirkt.  Dieser „Spoiler“, der einfach in die Kammer eingesteckt wird,  verleiht dem Ton deutlich mehr Biss und Schärfe und ermöglicht dem Spieler, sich in lauter Umgebung besser durchzusetzen. Mit bzw. ohne Spoiler besitzt man mit Jodys Worten „zwei Mundstücke in einem“, ein durchaus ernst zu nehmendes Argument. In kurzer Zeit folgten weitere Reihen in Kunststoff, Kautschuk und Metall.

Die Serie HR („Hard Rubber“) ist eine Serie preisgünstiger und interessanter Kautschukmundstücke (ohne Spoiler), die sich an traditionellem Meyer- und Otto Link – Design orientieren.  Das HR Alto ähnelt dem Meyer Alto; die Kammergröße liegt zwischen der „medium chamber“ und „small chamber“ und ist interessant für Bläser, die „small chamber“ bevorzugen, die aber ein wenig „Bauch“ vermissen. Die Ansprache ist über den gesamten Tonumfang auffällig  leicht. Das HR Tenor-Modell ähnelt dem Kautschuk Tenormodell von Otto Link, hat aber eine etwas kleinere Kammer und dadurch etwas mehr Projektion. 

Daneben gibt es eine traditionelle Reihe von Metallmundstücken: Die ESP-Reihe aus 24 Kt vergoldetem Messing und ähnelt im Inneren dem Design der Otto Link Metall-Mundstücke, erzeugt aufgrund der etwas engeren Kammer einen etwas strahlenderen Sound, der mit dem Spoiler nochmals „verschärft“ werden kann.

Neuzugang ist das DV Modell, ebenfalls in vergoldetem Messing. Es hat eine kleine  gestufte Kammer (daher kein Spoiler) ähnlich dem von Berg-Larsen bekannten Design und macht mächtig Krach. Man wirbt mit Längenverhältnissen nach den Regeln des Goldenen Schnitts und einer erweiterten Öffnung unterhalb des Blatt-Schafts. Nach der Tenor-Version ist soeben die Alt-Version aus der Taufe gehoben worden. Uns klang das Mundstück etwas zu scharf und laut, aber die Geschmäcker sind verschieden: Dem Vernehmen nach hat es sich zu einem Verkaufsrenner entwickelt, obwohl es deutlich teurer ist als die ESP-Modelle. 

Ein interessantes Sondermodell ist das Bariton Modell Q (Kunststoff), das schlankste Baritonmundstück, das wir bis jetzt gesehen haben. Es ist interessant für Doubler, die vom Altsaxophon kommen und sich möglichst wenig Größenunterschiede zwischen beiden Mundstücken wünschen.

Jody Espina garantiert, dass er sämtliche Mundstücke, die seine Firma verlassen, höchstpersönlich einem Spieltest (und gegebenenfalls einer Nachbearbeitung) unterzogen hat.

Jody Jazz ist eine hochinteressante Marke für viele unterschiedliche Bedürfnisse. Die Mundstücke sind keine Massenware, und dafür werden sie zu einem recht manierlichen Preis angeboten. Ausprobieren lohnt sich!

Sämtliche Mundstücke kommen in einem schwarzen Mundstück-Säckchen, alle Mundstücke mit Ausnahme den HR-Modelle werden mit einer passenden Rovner Kombination Blattschraube/Kappe geliefert. Jody Espina hat auf seiner homepage eine Vergleichsliste veröffentlicht, die einen Vergleich der Bahnöffnungen verschiedener Fabrikate mit denen der JodyJazz Mundstücke ermöglicht, so dass jeder Saxophonist im Vorfeld die passende Bahn für sein Mundstück wählen kann. Den besten Eindruck hinterließen bei uns die HR- und die ESP-Modelle.

Preisbeispiele:

HR Alto (Ohne Alles): 74 EUR

HR Tenor (Ohne Alles):           82 EUR

ESP Metall Alto (mit Spoiler und Rovner Schraube/Kappe):    283 EUR

ESP Tenor (mit Spoiler und Rovner Schraube/Kappe)            300 EUR

Mehr Informationen:

www.JodyJazz.com ,   www.saxophon-service.de   

                                   Klaus Dapper


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Erstveröffentlichung in  sonic - wood & brass


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